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Gab es Umweltkatastrophen in der DDR?

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Dörfer verschwinden, Flüsse sterben, die Luft macht krank! Die Industrialisierung in der DDR hatte einen hohen Preis. Warum ganze Landschaften geopfert wurden und wie Umweltverschmutzung zum Alltag gehörte – in diesem Video erfährst du, was wirklich hinter dem Fortschritt des Sozialismus steckte.

Die DDR setzte massiv auf Braunkohle, Chemieindustrie und Schwerindustrie – oft ohne wirksamen Schutz für Mensch und Natur. Für den Tagebau wurden ganze Dörfer abgebaggert, Flüsse wie Elbe, Saale oder Pleiße durch Industrieabwässer, Schwermetalle und Chemikalien massiv belastet, und in vielen Regionen war die Luft so durch Schwefeldioxid und Ruß verschmutzt, dass Atemwegserkrankungen und Waldsterben zunahmen. Hinzu kamen regelmäßige Unfälle in überalterten und schlecht gewarteten Industrieanlagen, austretende Schadstoffe aus nicht ordnungsgemäß gelagerten Giftmüllfässern und hochbelastete Mülldeponien. Den Anwohnenden in den Industriegebieten war das bekannt, es war ihr Alltag. Doch in den Medien erfuhr man darüber – gar nichts. Ein Schockmoment war der 26. April 1986: die Explosion von Reaktor 4 im Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine – die erste große atomare Katastrophe Europas, mit starken Nachwirkungen für viele Länder. Auch die DDR war betroffen, doch die Staatsführung spielte die Gefahr herunter. Viele erfuhren erst über Westmedien, wie ernst die Lage tatsächlich war.

Ingo Hasselbach - Die Timeline

Hier findet Ihr begleitend zum Hörbuch ein Booklet mit vielen spannenden Fotos und Dokumenten aus seiner Jugend, als Neonazi und nach seinem Ausstieg.
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