

Nach der Schule erst mal durchatmen, reisen, jobben, sich ausprobieren – und dann entscheiden, wie es im Leben weitergeht? Für Jugendliche in der DDR gab es dafür keinen Platz. Schon in der 9. Klasse begann die Berufsberatung, und zwar nach dem Bedarf der Planwirtschaft; nicht nach Talent oder Wunsch. Junge Männer mussten zur Armee, Reisen in den Westen waren so gut wie ausgeschlossen, und wer nicht arbeitete, riskierte eine Haftstrafe wegen Asozialität. Freiwilliges Engagement wurde fast immer durch die FDJ koordiniert, kirchliche Angebote für ein Freiwilliges Soziales Jahr blieben eine minimale Ausnahme.
Dieses Erklärvideo zeigt, warum Orientierungsphasen im sozialistischen System nicht vorgesehen waren und wie sich das nach der Wiedervereinigung änderte.
Die Ballonflucht